Verkehrsversuch Zeppelinstraße 

 

Besser mobil. Besser leben: Positives Ergebnis des Modellversuchs Zeppelinstraße

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, informierte heute gemeinsam mit Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung, und Dipl.-Ing. Tobias Schönefeld, SVU Dresden, über die Ergebnisse des Modellversuchs Zeppelinstraße. Für die sechsmonatige Laufzeit des Modellversuchs wurde der Straßenraum neu aufgeteilt. Für Autofahrer steht seitdem je eine durchgängige Fahrspur pro Richtung sowie eine Abbiegespur zur Verfügung. Stadtauswärts gibt es für Fahrradfahrer einen markierten Fahrstreifen auf der Fahrbahn. Der Modellversuch in der Zeppelinstraße mit der neuen Verkehrsführung startete im Juli 2017.

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Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt zum Modellversuch: „Vergangenes Jahr haben wir in dem Straßenabschnitt erstmals die Jahres-Grenzwerte für das gesundheitsgefährdende Stickstoffdioxid nicht überschritten. Durch die Umgestaltung des Verkehrsraumes durchfahren heute täglich 2.400 bis 3.550 Autos weniger den betreffenden Bereich. Der Versuch hat aber auch gezeigt, dass wir bei dem Umstieg auf Verkehrsmittel des Umweltverbundes noch Steigerungspotential haben. Wir arbeiten daher weiter an einer Angebotsverbesserung, so z. B. durch eine Busspur nach Geltow, die derzeit in Planung ist. Ein Teil der Autofahrer nutzt auch noch nicht die bereits vorhandenen Alternativen, sondern weicht auf andere Strecken aus. Hier werden wir gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Brandenburger Vorstadt und Potsdam West an Lösungen für die betreffenden Bereiche arbeiten.“

Es wird für die Bereiche des Nebennetzes, in denen sich durch den Ausweichverkehr das Verkehrsaufkommen erhöht hat, weiterführende Untersuchungen geben. Gemeinsam mit dem Brandenburger Vorstadt e. V. und dem Stadtteilnetzwerk Potsdam West e. V. lädt die Landeshauptstadt Potsdam alle Anwohnerinnen und Anwohner am 16. März zu einer Bürgerversammlung ein. „Ich lade alle Bewohnerinnen und Bewohner der Brandenburger Vorstadt und Potsdam West ein, sich intensiv an der gemeinsamen Suche nach Lösungen für die Ausweichverkehre zu beteiligen“, so Rubelt weiter.

Besonders für Fußgänger und Fahrradfahrer hat sich die Situation erheblich verbessert. Durch den separaten Fahrstreifen auf der Fahrbahn gibt es weniger Konflikte mit Fußgängern, denen jetzt angemessene Flächen, auch für die Nutzung mit Kinderwagen und Rollstühlen, zur Verfügung stehen.

Um das Umsteigen auf den ÖPNV und das Fahrrad für Autofahrer attraktiver zu machen, wurden zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen entlang der Strecke umgesetzt. Unter anderem wurde der P+R-Parkplatz Bahnhof Pirschheide aufgewertet. Hier wurden die Abstellflächen so markiert und sortiert, dass die vorhandenen Flächen jetzt optimal ausgenutzt werden können. In Summe stehen jetzt auf beiden Parkplätzen 157 Parkflächen sowie vier Behindertenstellplätze zur Verfügung. Auch das Angebot an Fahrradabstellplätzen wurde erweitert. Ebenso ist die Beleuchtung des Geländes erneuert und der Gehweg bzw. die Straßenquerung vom P+R-Parkplatz zur Straßenbahnhaltestelle baulich verbessert worden. Die Nutzung des Parkplatzes ist weiterhin kostenfrei; die Auslastung wird regelmäßig beobachtet, um bei steigendem Bedarf entsprechend reagieren zu können.

Die Straßenbahnen verkehren vom Bahnhof Pirschheide im Berufsverkehr im 10-Minutentakt. Die Fahrzeit in die Innenstadt beträgt 10 Minuten. Seit Anfang letzten Jahres gibt es auf der Strecke zwischen Werder (Havel) und Potsdam darüber hinaus ein verbessertes ÖPNV-Angebot. Die Busse der Linien 631 und 580 bieten in den Spitzenzeiten morgens und nachmittags sechs statt wie bisher vier Fahrten pro Stunde an. Die Buslinie 631 fährt zu diesen Zeiten alle 15 Minuten und die Buslinie 580 im 30-Minuten-Takt. Ab dem Ortseingang Potsdam steht eine separate ÖPNV-Spur stadteinwärts mit einer Gesamtlänge von etwa 1600 m bis zur Kastanienallee zur Verfügung. Am Bahnhof Charlottenhof wurden darüber hinaus neue Fahrradabstellplätze geschaffen. Zusammen mit den 156 neu errichteten und überdachten Stellplätzen stehen hier jetzt 204 Parkplätze für Fahrräder zur Verfügung.

Die Umgestaltung der Zeppelinstraße war notwendig, da hier seit Jahren regelmäßig die Grenzwerte an gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen überschritten werden. Die Stadtverordnetenversammlung hatte daher im Rahmen eines Beschlusses empfohlen, durch einen Modellversuch zu testen, ob sich durch die Neuaufteilung des Straßenraumes das Verkehrsverhalten ändert und der Anteil des motorisierten Individualverkehrs auf der Strecke verringert und damit die Schadstoffbelastung der Luft abnimmt.

Weitere Infos unter potsdam.de

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Besser mobil. Besser leben: Ihre Meinung ist gefragt - Beteiligen Sie sich!

Einladung zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie über Mobilität in Potsdam und zum Modellversuch Zeppelinstraße

Die Beantwortung der Fragen der Online-Umfrage unter www.climpol.iass-potsdam.de/umfrage dauert etwa 15 Minuten.

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Die Meinungen, Hinweise und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zum Modellversuch Zeppelinstraße sind für Potsdam von entscheidender Bedeutung. Daher bittet die Landeshauptstadt um Beteiligung an einer wissenschaftlichen Studie, die das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung Potsdam (IASS) zum Modellversuch Zeppelinstraße bis zum 30. Juni 2017 durchführt.

In der Zeppelinstraße wird sich in den nächsten Wochen einiges verändern: So wird der Straßenraum testweise ab Juli neu aufgeteilt. Während der Laufzeit  steht für Autos auf der Zeppelinstraße je eine durchgängige Fahrspur stadteinwärts und stadtauswärts sowie eine Abbiegespur zur Verfügung. Die dritte Fahrspur wird für Busse und Radfahrer freigegeben.

Um zu verstehen, wie Einwohnerinnen und Einwohner der Landeshauptstadt aber auch Pendlerinnen und Pendler aus den Nachbargemeinden  die Veränderung der Verkehrsführung an der Zeppelinstraße wahrnehmen, führt das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) eine anonyme Online-Umfrage durch. Damit wollen die IASS-Forscher folgende Fragen untersuchen:

• Wie beeinflussen die Eingriffe die Lebensqualität der Anwohner?
• Wie nehmen Einwohner und Pendler die Veränderungen wahr?
• Akzeptiert die Öffentlichkeit die Maßnahmen oder sieht sie diese eher kritisch?

Ziel der Umfrage für die Forscherinnen und Forscher ist zu ermitteln, wie die Akzeptanz und Wahrnehmung dieser Verkehrsmaßnahme ist. Alle Potsdamerinnen und Potsdamer, aber auch Pendler aus dem Umland können bis zum 30. Juni teilnehmen, um zu einem möglichst umfassenden Meinungsbild in der Auswertung beizutragen.

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