Vollsperrung Behlertstraße

Der Verkehr aus der Behlertstraße wird, je nach Ziel, auf zwei Umleitungen geführt: Die Umleitung in Richtung Norden erfolgt über die Hans-Thoma-Straße im Gegenverkehr. Die Umleitung in Richtung Zentrum erfolgt über die Französische Straße und Hebbelstraße. Im gesamten Innenstadtbereich ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Wenn möglich, sollte die Sperrung weiträumig umfahren werden.

Rad- und Fusswegbrücke Potsdam - Werder (Havel)

 

 

Rad- und Fußwegbrücke Potsdam - Werder (Havel) mit Wegeverbindung

Bauprojekt für Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee geht in die nächste Phase

Die Vorbereitungen für den Bau der neuen Fuß- und Radwegbrücke über den Großen Zernsee zwischen Potsdam und Werder laufen weiter.

Zurzeit wird die Gründung, also der Übergang zwischen Bauwerk und Boden, für die Unterbauten der neuen Brücke hergestellt, die danach eingebaut werden. Die notwendigen Arbeiten machen die Verlängerung der zurzeit bestehenden Vollsperrung für zu Fuß gehende und Radfahrende erforderlich. Eine teilweise Öffnung zu den Wochenenden oder nach Arbeitsende sind aus Sicherheitsgründen nicht umsetzbar. Es ist beabsichtigt, die Sperrung über die Feiertage zum Jahreswechsel 2021/2022 aufzuheben, da die Baufirmen Betriebsferien haben.

Bis dahin ist die Überquerung der Bahnbrücke für den Fuß- und Radverkehr weiter nicht möglich. Zum gesperrten Bereich gehören auch die Zuwegungen zur Brücke. Von Werder kommend ist der Weg ab Adolf Damaschke-Straße am Parkhaus gesperrt; aus Richtung Potsdam, OT Golm, ist der Zugang ab der Werft am Galliner Damm nicht begehbar. Der Weg von Wildpark-West kommend ist ab dem Seesteig gesperrt. Eine Querung unter der Bahnbrücke hindurch ist ebenfalls nicht möglich.

Auch im neuen Jahr wird die Sperrung aufgrund der anstehenden Arbeiten notwendig werden. Nach Ende der Winter- bzw. Frostperiode und je nach Baufortschritt wird der Bauablauf konkretisiert und es erfolgen weitere Informationen zu den notwendigen Sperrungen.

Die Landeshauptstadt bittet dringend darum, dass den Beschilderungen aus Sicherheitsgründen generell und voll entsprochen wird. Wiederholt kam es zu gefährlichen Situationen auf der Baustelle, da sich Radfahrende und zu Fuß gehende nicht an die Absperrungen hielten. Illegale Querungen der Gleise oder der Bahnbrücke sind lebensgefährlich, behindern den Bauablauf und den Schienenverkehr.

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Die Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadt Werder (Havel) und der Gemeinde Schwielowsee. Die neue Brücke soll parallel und südlich zur vorhanden Brücke der Deutschen Bahn AG verlaufen. Sie wird den heute vorhandenen und viel zu schmalen Gangsteg auf der Bahnbrücke ersetzen. Auch die Treppentürme wird es zukünftig nicht mehr geben. Die Brücke wird als leichte Stahlkonstruktion aus einem dreifeldrigen Überbau mit einer Gesamt-Stutzweite von 110 Metern bestehen. Es ist geplant, die Geh- und Radwege zur Brücke im Zweirichtungsverkehr in drei Metern Breite mit Beleuchtung auszubauen. Durch möglichst geringe Längsneigungen und Zwischenpodeste wird die Brücke von den Wegen aus barrierefrei erreichbar sein. Auf dem Brückenbauwerk wird die Nutzbreite vier Meter betragen; an zwei Stellen wird es Aussichtskanzeln mit Sitzmöglichkeiten als Ausweichstellen geben. Die circa ein Kilometer langen Wegeanbindungen nach Werder und Potsdam sowie zu den Ortsteilen Geltow und Wildpark-West der Gemeinde Schwielowsee sind ebenfalls Bestandteil des Gesamtprojekts.

Bei der Planung und dem Bau von Brücke und Wegen spielen Umweltbelange eine besonders wichtige Rolle. So wird der Verlauf der Wegstrecke so angepasst, dass hochwertiger und empfindlicher Baumbestand geschützt wird. Es wird Anpassungen hinsichtlich Kurvenradien, Höhenlagen, Baustellengrenzen und des Baufeldes geben. Ein Bauzaun von circa 1,2 Kilometern wird Gehölzbestände schützen; für 80 Bäume ist Einzelbaumschutz vorgesehen. Für eine besonders alte und schützenswerte Kastanie wird die Wegeführung in Höhe und Lage an den Wurzelbereich des Baumes angepasst. Zusätzlich wird ein System aus Stützen, das luft- und wasserdurchlässig ist, den Baum vor mechanischen Belastungen schützen. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die notwendigen Baumfällungen werden insgesamt 21 Einzelbaume im Umfeld des Radweges gepflanzt, weitere neun Baume in Wildpark-West. Neben den Pflanzungen vor Ort werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im naturnahen Raum durch 1,1 Hektar Waldumbau in Ferch und 2,1 Hektar Waldrandumgestaltung in Ferch-Beelitz durchgeführt. Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel auch für die geschützte Zauneidechse während der Bauzeit vorgesehen; ebenso wie für Brutvögel, Fledermäuse, Biber und Insekten. Sie wurden als Voraussetzung für die geplanten Bautätigkeiten bereits eingeleitet.

Mit den Planungen für dieses umfangreiche Projekt wurde im September 2017 begonnen. Nach Abschluss der Entwurfsplanung konnte im Februar 2019 mit der Genehmigungsplanung begonnen werden. Die Genehmigung und damit das Baurecht liegen nach Klärung mit allen Beteiligten und den Lösungen für die vielfältigen Genehmigungserfordernisse seit September 2020 vor. Gefördert wird das Projekt als eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes (SUW) durch Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Förderprogramm für "Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) – Infrastruktur“. Bei dem Förderprogramm sind bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten zuwendungsfähig. Die übrigen Kosten sind anteilig durch Eigenmittel der beteiligten Kommunen zu decken. Derzeit wird von ca. 8,8 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen. In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Baukosten und Kosten für die Wegeanbindungen auch Kosten für Planung und Baugrunduntersuchungen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

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Projektinformationen

Beteiligte Städte und Gemeinden im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes - SUW sind die Landeshauptstadt Potsdam, Stadt Werder (Havel) und die Gemeinde Schwielowsee.

     

Dieses Projekt wird unterstützt durch Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union.

Eine Maßnahme der Luftreinhalte- und Lärmaktionspläne für eine „Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland - NESUR“.

Ausgangssituation

  • - fehlende barrierefreie Verbindung
  • - zu schmale Wege
  • - teilweise unbefestigte Wege
  • - lückenhafte Beleuchtung

Ziel

Ausbau der barrierefreien und beleuchteten Rad- und Gehwegverbindung zwischen Potsdam, Werder und Geltow

  • - Verbesserung der Attraktivität und der Sicherheit für die Nutzer im Rahmen der Alltags und der touristische Individualverkehre
  • - verbesserte Anbindung der Hochschul‐ und Wissenschaftsstandorte
  • - verbesserte Zuwegung zum Entwicklungsgebiet Havelauen
  • - Stärkung des Umweltverbundes im ländlichen Raum
  • - nahe Bahnhöfe Werder, Park Sanssouci und Charlottenhof bieten besondere Potenziale im Bereich der Intermodalität (Bike and Ride)
  • - Schaffung der Voraussetzung für Radschnellwegeverbindung
  • - Ausbau dieser Stadt-Umland-Route 
  • - Senkung  des C02-Ausstoßes 

Projektüberblick

Zeitplan

Planungsbeginn: 09/ 2017
Fördermittelantrag: 01/ 2019
Vorbereitenden Maßnahmen: seit 07/ 2019
Fördermittelbescheid: 02/ 2020
Abschluss Genehmigung: 09/ 2020
Baumfällungen: 02/ 2021
Zuschlag Baubetrieb: 03/ 2021
Baubeginn vor Ort: 06/ 2021
Verkehrsfreigabe geplant: 07/ 2022
Durchführungszeitraum: bis 08/ 2022
Verwendungsnachweis: bis 31.12.2022

Grundlagen

- Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen 2015  
- Luftreinhalteplan (2015/2016)  
- Lärmaktionsplan 2016  
- Radverkehrskonzept 2017  
- „Stadt-Umland-Wettbewerb des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (SUW) - Wettbewerbsbeitrag „potsdam.und.partner: gemeinsam.natürlich.verbunden“ (2015)  

Finanzierung

Stand 02/ 2021  
Gesamtkosten: 8.811.781,96 €
Fördermittel: 6.571.425,90 €
  80% Förderung förderfähiger Kosten
Eigenmittel: Anteilsfinanzierung
  LHP, Werder (Havel), Gemeinde Schwielowsee
   

Ansprechpartner

Daniela Peitsch

Telefon: 0331-289 2741, Email: Daniela.Peitsch@rathaus.potsdam.de

Bereich Verkehrsanlagen

Telefon: 331 289-2729, Fax: 0331 289-2729, Email: Verkehrsanlagen@rathaus.potsdam.de

Bautenstand

Weitere Beteiligte

Vertragspartner:  
- Deutsche Bahn AG  
- Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA)  
   
Planung  
Projektsteuerung: PST GmbH
Planung Brücke, Wege: Sweco GmbH
Bauoberleitung, Bauüberwachung: VIC Planen und Beraten GmbH
Umweltplanung: Neumann Gusenburger Landschaftsarchitekten
Baugrund: geo-ingberlin Ingenieurgesellschaft mbH
Prüfingenieur: Prof. Dr.-Ing Geißler, GMG Ingenieurgesellschaft mbH
Vermessung: LHP
   
Vorbereitende Maßnahmen  
Schutzmaßnahmen Zauneidechsen: Baum- und Landschaftspflege GmbH
Schutzmaßnahmen Fledermäuse, Höhlenbrüter: Natur+Text GmbH
Baumfällungen: Baum- und Landschaftspflege GmbH
   
Bau OST BAU; Osterburger Straßen-, Tief- & Hochbau GmbH und Stahlbau Magdeburg GmbH