Straßenbeleuchtung 

Potsdams Straßenbeleuchtung trägt zur allgemeinen Sicherheit und zur Verbesserung der Verkehrsicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. Auf Bestellung der Stadtverwaltung, dem Bereich Verkehr und Technik, betreibt und unterhält die Stadtwerke Potsdam GmbH die Straßenbeleuchtung in der Landeshauptstadt Potsdam.

 

Straßenbeleuchtung

Für den Betrieb der Straßenlaternen in Potsdam ist seit 2010 die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) zuständig. Welche Straßenlaternen zum Einsatz kommen und in welchem Umfang die öffentliche Straßenbeleuchtung ausgebaut wird, entscheidet die Stadtverwaltung Potsdam, Bereich Verkehr und Technik. Dies ist entsprechend der Kommunalverfassung und dem Straßengesetz des Landes Brandenburg eine hoheitliche Aufgabe der Stadt. Die Stadtverwaltung legt die Betriebsweise – also den Umfang und die Zeitdauer der Beleuchtung fest. Grundlage ist der städtische Generalbeleuchtungsplan, wobei das Ein- und Ausschalten dämmerungsgeführt erfolgt.

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Auch die Planung von Erweiterungs- und Erschließungsmaßnahmen sowie Rückbauten zählt zu diesen Aufgaben, während die Stadtwerke-Unternehmen EWP und SBP für die Realisierung verantwortlich sind. Die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH ist als Dienstleister für den störungsfreien Betrieb der Anlagen zuständig. Das Auswechseln defekter Lampen, Sicherungen und sonstige Störungsbeseitigungen sowie die planmäßige Instandhaltung gehören ebenfalls zu den Aufgaben der SBP. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stadtwerke Potsdam. Quelle: Stadtwerke Potsdam

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Potsdams Straßenbeleuchtung im Wandel der Zeit

Die öffentliche Beleuchtung ist heute zur Selbstverständlichkeit geworden und ihrer Bedeutung wird man sich meist erst bewusst, wenn sie ausfällt. Tagsüber prägen und gliedern ihre Maste und Leuchten den Straßenraum. Leuchtmittel und Technik bestimmen ihr Aussehen und ihre Gestaltung ist Ausdruck der jeweiligen Zeit.

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Bis zur Einführung der öffentlichen Beleuchtung, flackerte nachts in den Straßen nur das Licht der mitgeführten Laternen und eine sichere Nutzung der Straße war in der Dunkelheit der Nacht nicht gegeben. Erst das Licht der sich im 17. und 18. Jahrhundert in den Städten entwickelnden Straßenbeleuchtung ermöglichte Handel, Gewerbe und Vergnügen, unabhängig vom Schein der Sonne und des vollen Mondes.

Die Residenzstadt Potsdam bekam spätestens 1719 Öllaternen, die mit heimischen Rüböl betrieben wurden. Der Magistrat ließ sie auf Kosten des Königs aufstellen und durch Pächter nach einem „Brennkalender“ betreiben.

Am 01.10.1856 ging das erste Potsdamer Gaswerk in Betrieb und am 10.10.1856 brannten die ersten Gasleuchten in den Potsdamer Straßen. Der König hatte zuvor seine Zustimmung zur Gestaltung der Kandelaber und Wandarme gegeben.

1901 stimmten die Stadtverordneten von Potsdam der Errichtung eines städtischen Elektrizitätswerks zu, das im Juni 1902 in Betrieb ging. Am 26. Juni 1906 brannte auf dem Güterbahnhof die erste elektrische Straßenbeleuchtung. Am 31.10.1908 brannten die ersten Bogenlampen in den Strassen, in denen die Straßenbahn fuhr und in der Schwertfeger- und Schlossstrasse. Elektrobeleuchtung erhellt bis heute die Potsdamer Straßen. Potsdams letzte Gaslaternen wurde 1975 in Babelsberg ausgeschaltet.

Nach der politischen Wende wurde die (West) Deutsche Industrienorm Bundesrepublik Deutschland auch für die Leuchten in Potsdam bestimmend. Trotz der unglaublichen Vielfalt an Katalogleuchten schrieb die Landeshauptstadt Potsdam einen Designwettbewerb aus. Ziel war es, eine für Potsdam typische Leuchtenfamilie zu finden. Den ersten Platz belegte der Potsdamer Designer Albrecht Ecke mit der Firma Hellux. Sein "modernes Ei" und die davon abgeleiteten "Bügeleisen" überzeugten die Jury und wurden wenig später auch mit dem renommierten IF-Designaward in Hannover ausgezeichnet.

mit freundlicher Unterstützung von Herbert Liman

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